von Tina Stiegele Tina Stiegele Keine Kommentare

EURO fondsxpress – Ausgabe 27/2012

Bislang war Walter Naggl allenfalls Insidern des mit FondsNote 2 ausgezeichneten SEB TrendSystem Renten bekannt. Nun legt Naggl mit dem PTAM Absolute Return nach. Bei diesem Mischfonds ist dem Manager vor allem der Kapitalerhalt wichtig. „Seit dem Jahr 2002 steuere ich die von mir gemanagten Fonds mit rund 500 Millionen Euro Assets nach diesen Grundsätzen. Trotz des teilweise sehr turbulenten  Marktumfelds haben wir in keinem Jahr rote Zahlen geschrieben“, sagt Naggl. Auf Zehnjahressicht hat Naggl mit dieser Strategie, die nun auch im PTAM Absolute Return umgesetzt wird, 90 Prozent Performance erzielt. Der maximale Rückschlag innerhalb eines Jahres betrug dabei gerade einmal sechs Prozent.

Kapitalerhalt hat höchste Priorität (PDF)

von Tina Stiegele Tina Stiegele Keine Kommentare

ProFirma – Finanzen & Steuern, Ausgabe 09/12

Private Altersvorsorge

Jetzt bloß kein Risiko eingehen

Euro- und Schuldenkrise, Inflationsangst: Bei der privaten Altersvorsorge wollen Unternehmer vor allem Sicherheit. Welche Anlageformen sich konkret anbieten. Von Eva Neuthinger

Das Wichtigste in Kürze

Für die private Altersvorsorge sollten Anleger nicht nur in Euro investieren,
sondern ihre Anlagen global streuen. Anlageexperten empfehlen, auf eine Mischung
aus verschiedenen Vermögensformen zu setzen. Misch- oder Indexfonds
können genauso wie Offene oder Geschlossene Immobilienfonds infrage kommen.
Gold kann als Schutz gegen die Unwägbarkeiten der Zentralbankpolitik dienen.

Unternehmer Gerd Eißing hat sich schon vor mehreren Jahren von der gesetzlichen Rente verabschiedet: „Selbst wenn ich bis zum Höchstbetrag einzahle, wird mein Ruhestandssalär nicht reichen. Deshalb sorge ich lieber gleich privat vor“, so der Unternehmer. Eißing ist Inhaber der MPG&E Handel und Service GmbH in Bordersholm. Die Firma mit 60 Mitarbeitern produziert und vertreibt Kontaktlinsen. Der Firmenchef verdient gut. Von der Eurokrise will er sich nicht verunsichern lassen. Also legt er jeden Monat einen mehrstelligen Betrag für seine Rentenzeit zurück. Er spart das Kapital in einer Mischung unterschiedlicher Anlageformen an. Als Unternehmer und ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Mukoviszidose Vereins hat er aber keine Zeit, sich selbst um seine Investments zu kümmern. Deshalb arbeitet er mit Lothar Koch, unabhängiger Vermögensberater und Portfoliomanager der GSAM + Spee Asset Management AG in Düsseldorf, zusammen. Zweimal im Jahr prüfen sie gemeinsam, ob die ausgewählten Werte und Wertpapiere den gewünschten Erfolg bringen. „Bisher ist die Strategie trotz aller Turbulenzen an den Finanzmärkten aufgegangen“, sagt Eißing. Der Firmenchef setzt vor allem auf Sicherheit: „Ich bevorzuge ruhige Anlagen, die mir langfristig planbare Erträge bringen.“ Zum Beispiel investiert er seit Jahren über Sparpläne in unterschiedliche gemischte Investmentfonds, kurz auch Mischfonds genannt. Deren Fondsmanager streuen das Kapital der Anleger über verschiedene Vermögensklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe bis hin zu Immobilien. Ein aktives Fondsmanagement entscheidet für den Anleger, wann welcher Wert ge- oder wieder verkauft wird. Zusätzlich investiert Eißing direkt in sogenannte Sachwerte. Der Unternehmer ist Eigentümer mehrerer Container, die er über eine Gesellschaft laufend an Reedereien vermietet. „Das wirft mir zwar keine exorbitanten, aber nahezu garantierte Erträge ab“, sagt der Firmenchef. Als Sicherheitspolster lagern in einem Banktresor zudem Silbermünzen. „Bisher bin ich mit dieser relativ breiten Streuung ganz gut gefahren“, so Eißing.

Geringe Risikoneigung
Wie er bevorzugen die meisten Unternehmer und Selbstständigen eher konservative Anlagen für ihre Altersvorsorge. Experte Lothar Koch weiß aus Erfahrung: „Firmenchefs zeigen sich wenig risikobereit. Viele schlafen schon schlecht, wenn sie kurzfristig bei einer Anlage zehn Prozent ihres Vermögens verlieren.“ Ähnlich schätzt Guido Schmedes, Anlageexperte der Hamburger Sparkasse (Haspa), die Risikoneigung der Unternehmer ein: „Die meisten sehen ihr Wagnis in der Firma. Bei ihrer privaten Altersvorsorge agieren sie deshalb tendenziell sicherheitsorientiert.“ Entsprechend geben sie sich mit vergleichsweise niedrigen Erträgen zufrieden. „Die Bruttorenditen konservativer Anlagen, also vor Steuern und Gebühren, bewegen sich derzeit im Schnitt zwischen vier und sechs Prozent. Mehr ist weder kurz- noch  längerfristig nicht drin“, meint Koch. Die Rahmendaten für die Anlagen sind damit eng gesteckt. „Um die Zielvorgaben zu erreichen, wird es entscheidend sein, einen Mix verschiedener Anlageformen auszuwählen und die Risiken zu streuen“, so Koch. Investments wie Zertifikate etwa auf Rohstoffe scheiden aus. „Da braucht der Anleger gute Nerven“, sagt der Vermögensberater. Walter Naggl, der den 600  Millionen Euro schweren Fonds PTAM-Absolute Return managed, nennt den aktuellen Hintergrund: „Da zeichnet sich zur Zeit kein klarer Trend ab. Kurzfristig kann es durchaus bei einzelnen Rohstoffen wie Öl zu Verknappung und Preissteigerungen kommen. Dem steht aber der weltweite Abschwung entgegen.“ Für Sicherheitsorientierte können eher Misch- oder Dachfonds infrage kommen: Diese legen das Kapital nicht nur in Aktien an, sondern spielen die gesamte Klaviatur der Anlagen. Defensiv orientierte Mischfonds investieren in schwankungsarme und konservativ orientierte Werte – mit dem Ziel der Risikominimierung über Diversifikation.

Mischfonds als Baustein
Deshalb haftet ihnen auch das Image eines Rund-um-sorglos-Pakets an. Der Anleger investiert – und lässt den Fondsmanager machen. „Allerdings geht die Rechnung leider nicht immer auf“, warnt Britt Niggemann, Geschäftsführerin des Instituts für Wirtschaftsberatung in Dreieich. Hintergrund: Zum einen fallen beim Kauf zumeist hohe Gebühren an, welche die Nettorenditen mindern. Anders ist es bei Lothar Koch.Er verlangt keine Ausgabeaufschläge, erhält aber ein Honorar für seine Beratungsleistung. Zum anderen haben nur wenige Mischfonds in der Krise den Markt geschlagen. „Sicher wird es bei der Auswahl entscheidend auf die Qualitäten des Fondsmanagements ankommen“, sagt Koch (siehe auch „Musterdepot für die Altersvorsorge“ auf Seite 47). Er empfiehlt Firmenchefs, sich die Entwicklung des Fonds in den vergangenen drei bis fünf Jahren genau anzusehen und erst dann eine Auswahl zu treffen. Alternative ETF Expertin Niggemann hält das nicht der Mühe wert. Sie rät dazu, Mischfonds wegen der hohen Kosten ganz außen vor zu lassen. „Stattdessen sollte der Unternehmer Index-Fonds oder Dach-Index-Fonds ins Kalküls ziehen“, so Niggemann. Diese bilden – möglichst exakt – einen oder mehrere Indizes nach, etwa den deutschen Leitindex DAX. Anleger können in der Regel einen Sparplan abschließen. Ihr Pluspunkt: Bei Index-Fonds fallen nur geringe Gebühren an. Die Nachteile: „Anleger müssen genauso wie beim Kauf
von Aktien vorübergehend starke Kursausschläge nach unten verkraften können“, so Schmedes. In turbulenten Zeiten können Verluste nicht durch den Verkauf der Anteile aufgefangen werden.

„Die günstige Kostenstruktur wiegt den Nachteil aber auf“, glaubt Heinz Fröhlich, Steuerberater und Fachberater für Vermögens-und Finanzplanung in Hechingen (Interview linke Seite). Er empfiehlt, für die Altersvorsorge in Indexfonds zu investieren, die an der Börse gehandelt werden (Exchange Traded Funds, ETFs). Von ETFs, die etwa Indizes asiatischer oder afrikanischer Märkte abbilden, lassen konservativ orientierte Unternehmer allerdings besser die Finger. Denn es bestehen enorme rechtliche Restriktionen und politische Unsicherheiten in diesen Ländern. Anleger müssen den Markt permanent beobachten. „Als langfristige Altersvorsorge sind solche Index-Fonds sicher nicht geeignet“, meint Schmedes. Genauso sieht es Fröhlich. Zwar rät er Unternehmern dazu, sich bei der Altersvorsorge über die deutschen Grenzen hinweg zu orientieren. „Bei Investments außerhalb von Mitteleuropa spielt der Unternehmer aber Lotto.“

Sicher anlegen in Gold
Bleibt noch Gold als Beimischung: Fondsmanager Naggl zum Beispiel sieht darin ein gutes Langfristinvestment, da das gelbe Metall Schutz vor den zunehmenden Unwägbarkeiten der Zentralbankpolitik bietet. Der Fondsmanager rät darüber hinaus zum Zweck der Diversifikation auch Anteile von Offenen Immobilienfonds zu erwerben, die sich in der Abwicklung befinden. Diese würden an der Börse Hamburg mit Abschlägen von bis zu 40 Prozent zum Inventarwert gehandelt. „Da kann man nicht viel falsch machen“, meint Naggl.

von Tina Stiegele Tina Stiegele Keine Kommentare

Unabhängigkeit des Vermögensverwalters ist für Kunden bewusstes Entscheidungskriterium

P R E S S E M I T T E I L U N G
des VuV – Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.  

Unabhängigkeit des Vermögensverwalters ist für Kunden bewusstes Entscheidungskriterium

•    Aktuelle VuV-Umfrage bestätigt hohe Bedeutung der Unabhängigkeit
•    Besonders gefragt sind individuelle Betreuung sowie Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben
•    Unabhängige Vermögensverwalter verzeichnen mehr Neukunden-Anfragen
•    Deutliche Mehrheit der unabhängigen Berater hat Bank-Hintergrund

Frankfurt am Main, 3. Mai 2012 – Unabhängigkeit ist für Anleger ein bewusstes Entscheidungskriterium bei der Wahl ihres Vermögensverwalters. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. Mit 98 Prozent stimmt die überwältigende Mehrheit der Befragten der Aussage zu, dass die Vorteile der Unabhängigkeit bereits vor einer Mandatierung des Vermögensverwalters aktiv besprochen und erläutert werden. Insgesamt haben sich 42 Prozent der rund 220 Verbandsmitglieder an der Umfrage beteiligt.

„Besonders gefragt sind nach Einschätzung unserer Verbandsmitglieder bei Bestands- und Neukunden die Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben sowie die individuelle, persönliche Betreuung“, erläutert VuV-Vorstandsvorsitzender Günter T. Schlösser die Ergebnisse. Hier wurden die höchsten Zustimmungswerte erzielt: 89 Prozent der Befragten nannten die Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben als wichtiges Entscheidungskriterium, 88 Prozent die besondere, individuelle Betreuung. Als weitere relevante Kriterien, die Kunden bei der Entscheidung für einen unabhängigen Vermögensverwalter positiv zu Rate ziehen, nannten die Befragten die Wertentwicklung des Vermögens (54%) sowie die hohe Transparenz bei allen Entscheidungen (50%).

Anfragen von Neukunden nehmen zu

Seit 2008 verzeichnen die unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland vermehrt Anfragen von potenziellen Neukunden. „Immerhin 57 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie zum Beispiel aufgrund der Finanzkrise und des schwindenden Vertrauens gegenüber Banken auf vermehrtes Interesse bei möglichen neuen Kunden stoßen“, sagt Schlösser. Dass dies allerdings zu einem grundsätzlichen Umdenken in Bezuz auf die Vergütung führen wird, bezweifelt die Mehrzahl der befragten Vermögensverwalter. Während 43 Prozent mit einem deutlichen Aufschwung der Honorarberatung rechnen, glauben 57 Prozent nicht, dass sich diese Vergütungsform gegenüber der Bezahlung über Provision in den kommenden Jahren in Deutschland durchsetzen wird. „Sicherlich wird die Honorarberatung immer wichtiger werden, das zeigen auch Erfahrungen in Ländern wie Großbritannien oder den USA, wo die Honorarberatung bereits deutlich höhere Marktanteile verzeichnen kann als in Deutschland“, sagt VuV-Vorstand Schlösser.

„Allerdings glaube auch ich, dass die Honorarberatung zwar als wichtige Alternative immer größere Bedeutung gewinnt, aber die Bezahlung nach Provision nicht vollständig ablösen wird.“

Mehrheit der Unabhängigen war früher bei Banken tätig

Erstmals hat der VuV auch Daten zur Ausbildung sowie zum beruflichen Hintergrund der unabhängigen Vermögensverwalter erhoben. Die Ergebnisse zeigen einen im Schnitt sehr hohen Ausbildungsgrad der unabhängigen Berater: Die Mehrheit von 40

Prozent verfügt über einen Universitätsabschluss, gefolgt von der Ausbildung an einer Berufs- oder Fachakademie (27%), einer Banklehre (21%) sowie einem Fachhochschulabschluss (11%). „Interessant sind auch die Zahlen zum beruflichen Hintergrund“, so Schlösser. „Die deutliche Mehrheit von 85 Prozent der heute in der unabhängigen Vermögensverwaltung tätigen Berater war zuvor in der Vermögensverwaltung einer Bank oder Sparkasse beschäftigt. Als klaren Vorteil der Unabhängigkeit sehen diese Berater es an, ohne die einengenden Vorgaben eines übergeordneten Instituts arbeiten zu können. So verstanden gewährleistet Unabhängigkeit nicht nur eine hohe Qualität der Finanzdienstleistung, sondern ist die entscheidende Grundbedingung für Vertrauen.“

Über den Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V.

Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV) ist die zentrale Interessenvertretung bankenunabhängiger Finanzportfolioverwalter. In den

15 Jahren seit Gründung hat der VuV es geschafft, unabhängige Vermögens- verwalter als wichtige Partner am Kapitalmarkt zu etablieren, den Austausch unter den Mitgliedern zu stärken sowie das Branchenbewusstsein zu festigen. Dem 1997 gegründeten Verband gehören derzeit rund 220 Mitglieder bzw. etwa die Hälfte aller unabhängigen Finanzportfolioverwalter in Deutschland mit einem Gesamtvolumen der Assets under Management von derzeit rund 60 Milliarden Euro an.

Weitere Informationen zum Verband sowie ein vollständiges Verzeichnis seiner Mitglieder finden Sie unter www.vuv.de.

Pressekontakt: Stockheim Media GmbH Sonja Grünen

Tel.: +49 (0) 221 / 420 75-43 sg@stockheim-media.com